Projekt "GrundGesund"

Seit November 2014 nimmt unsere Grundschule an dem Projekt GrundGesund der Uni Osnabrück und der Gesundheitsamts Recklinghausen teil. Ziel ist es, die Gesundheit unserer Schülerinnen und Schüler zu stärken.

Nach einer Testung der  Kinder des letzten 3. Schuljahres und der Auswertung der Fragebögen geht es in der 2. Phase des Pilotprojekts um die Umsetzung. Näheres dazu können Sie im untenstehenden Artikel lesen.

Die Fotos zeigen Eltern und Kinder beim 1. Elternabend dazu und viele nützliche Tipps für ein gesundes Frühstück und eine ausgewogene Ernährung.

Projekt GrundGesund

Projekt GrundGesund

Projekt GrundGesund

Projekt GrundGesund

Projekt GrundGesund Projekt GrundGesund

 


 

Projekt „GrundGesund“ - Grundschule Alter Garten Castrop-Rauxel (2016)

Gesundes Frühstück - gesundes Pausenbrot - Müslibuffet

 

Liebe Eltern,

gesunde Ernährung ist ein wichtiges Thema in der Grundschule. Hier ist die Unterstützung durch die Eltern besonders wichtig. Das Frühstück als erste Mahlzeit des Tages hat großen Einfluss auf die Leistungsfähigkeit. Wenn Kinder ohne Frühstück zur Schule gehen, fehlt es ihnen häufig spürbar an Energie: Sie reagieren gereizt, sind nervös und unkonzentriert. Ein gesundes Pausenbrot bzw. ein Klassenfrühstück kann die Leistungskurve wieder anheben.

Im Rahmen des Projektes „GrundGesund“ freuen wir uns, dass wir die Möglichkeit haben gesundheitsförderliche Aktivitäten an ihrer Schule umzusetzen. Diese Aktivitäten möchten wir Ihnen kurz vorstellen, um anschließend im Praxistest ein selbst hergestelltes Müslibuffet zu probieren.

Ein Müslibuffet werden die Schülerinnen und Schüler der 4. Klassen im Rahmen von Projekttagen auch selbst herstellen, damit wollen wir:

Fachkompetenz der Schüler/innen stärken!
Die Schülerinnen und Schüler
beschäftigen sich mit Bestandteilen eines gesunden Frühstücks
lernen viele Obst- und Gemüsesorten kennen
sowie aus Haferkörnern mit Hilfe einer Getreidemühle Haferflocken herzustellen.
weshalb Milch und Milchprodukte für das Knochenwachstum wichtig ist und Nüsse Nervennahrung sind.

Und die Sozialkompetenz fördern!
Die Schülerinnen und Schüler
bereiten gemeinsam ein gesundes Frühstücksbuffet vor lernen die Tischregeln kennen
nehmen sich für das Essen Zeit und Ruhe

 

Hintergrundinformation

Eine ausgewogene Ernährung ist eine wichtige Voraussetzung für die Gesundheit und Leistungsfähigkeit unserer Kinder. Dazu gehört, dass die Kinder vor und in der Schule frühstücken und genug trinken.

Auch das Pausenbrot sollte zur gesunden Ernährung beitragen - ebenso wie die Speisen, die in der Schule angeboten werden. Im Rahmen der Ganztagsbetreuung gibt es hier mehr und mehr Verpflegungsangebote in Schulkantinen.

Bereits Kinder sind - ebenso wie Erwachsene - in Deutschland zunehmend von Übergewicht und Adipositas bedroht. Daraus ergeben sich teilweise schon im Schulalter Folgekrankheiten wie Typ-2-Diabetes mellitus, Bluthochdruck oder Gelenkbeschwerden. Bei den 7 bis 10-Jährigen sind 15 Prozent übergewichtig. In einer umfangreichen Langzeitstudie des Robert-Koch-Instituts zur Gesundheit der Kinder und Jugendlichen in Deutschland lassen sich hierzu detaillierte Informationen finden, zum Beispiel zur Veränderung der Ernährungsweise mit zunehmendem Alter der Kinder, zu körperlichen Aktivitäten und der motorischen Leistungsfähigkeit: www.kiggs.de.

 

Ernährungspyramide

Die Ernährungspyramide des aid infodienstes Verbraucherschutz, Ernährung, Landwirtschaft e.V. bietet Kindern anschauliches Wissen, dass ihnen hilft, in unserem Schlaraffenland den Überblick zu bewahren. Welche Lebens - mittelgruppen gibt es eigentlich? Welche davon brauche ich zum gesunden Wachsen? Von welchen Lebensmitteln kann ich auch mal mehr essen? Was esse ich zwar gerne, aber es schadet meinem
Körper eher? Was macht dick?

 

Zusatzmaterial

Die aid Ernährungspyramide
Die Pyramide zeigt Kindern, was und wie viel sie täglich essen sollten. Sie sortiert die Lebensmittel in acht Gruppen, gibt durch die Anzahl der Bausteine für jede Gruppe Portionsempfehlungen, bewertet die Lebensmittel nach Ampelfarben und sagt, welche „Vorfahrt" haben sollten.

Grün steht für: Vorfahrt - zum Sattessen!
Gelb steht für: Langsam - nicht zu viel!
Rot steht für: Halt - einmal genügt!

  • Die Pyramidenbasis bilden Getränke. Hauptsächlich Wasser sollte es sein, Kräutertees oder stark verdünnter Fruchtsaft. Kinder sollten ein bis zwei Liter pro Tag trinken.
  • Obst und Gemüse liefern Vitamine, Mineralstoffe und so genannte sekundäre Pflanzenstoffe. Hiervon sollten Kinder fünf Portionen täglich essen.
  • Getreideprodukte wie Brot, Reis oder Nudeln sind jeweils in der Vollkorn-Variante wertvoller. Getreideprodukte und Kartoffeln liefern Stärke, wichtige B-Vitamine, Mineralstoffe und Ballaststoffe. Daran können Kinder sich satt essen: vier Portionen am Tag dürfen es sein.
  • Milchprodukte sowie Fleisch, Fisch oder Eier liefern Eiweiß, Calcium für die Knochen (Milchprodukte), B-Vitamine und Eisen (Fleisch), Jod (Fisch). Hier sollten Kinder drei Portionen Milchprodukte und eine Portion Fleisch/Fisch/Eier/Wurst zu sich nehmen.
  • Pflanzenöle und Streichfette liefern wertvolle Fettsäuren, sind aber sehr energiereich. Sie sollten sehr sparsam auf dem Speiseplan stehen. Pflanzliche Öle und Fette sind zu bevorzugen.
  • Süßes und Salziges, braucht der Körper eigentlich nicht. Einmal am Tag Süßigkeiten oder Snacks dürfen es aber schon sein.

Damit sich Ihre Kinder gesund entwickeln können und in der Schule leistungsfähig sind, möchten wir Ihnen folgende Regeln ans Herz legen. Sie helfen uns sehr, wenn Sie uns dabei möglichst konsequent unterstützen.

 

Regeln für ein gesundes erstes und zweites Frühstück

  • Damit ihr Kind für die Schule ausreichend Energie hat, sollte es möglichst morgens zu Hause in Ruhe gefrühstückt, mindestens aber etwas getrunken haben, z. B. einen Becher Milch oder Kakao.
  • Das Pausenfrühstück ergänzt in Menge und Auswahl das erste Frühstück zu Hause. Es besteht möglichst aus (Vollkorn)Brot, Obst/ Rohkost, einem Milchprodukt und einem Getränk.
  • Zum Trinken eignen sich Wasser, ungesüßter Tee oder stark verdünnte Saftschorle.
  • Abgepackte Fertigprodukte gehören nicht zu einem gesunden Frühstück (z. B. Croissants, süße Teigprodukte, Kinderriegel, Müsliriegel). Sie sind oft sehr fett und/oder sehr süß. Bitte nicht Ihrem Kind mitgeben.
  • Bitte geben Sie ihrem Kind auch kein Geld mit in die Schule. Die Kinder kaufen davon meist Lebensmittel, die sich nicht als Frühstück eignen, wie Riegel, Chips, Eis usw.

Bitte besprechen Sie die einzelnen Punkte gemeinsam mit Ihrem Kind und nutzen sie die hier ausliegenden Informationen und Rezeptideen.

gez. Werner Kasperek-Trosien (Ernährungswissenschaftler)

 


 

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